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«Augenblick»

Wir freuen uns die 14. Ausgabe des Ü 70 Schreibwettbewerbs zu lancieren: Das Thema lautet dieses Mal «Augenblick».

«Ü 70» ist ein Talentwettbewerb für ältere Menschen, der nun bereits zum 14. Mal ausge- schrieben wird. Das Prinzip ist einfach: Jegliche Schreiber/innen über 70 Jahre (Geburtstag bis 31.12.1948) können einen Text zum vorgegebenen Thema einreichen. Aus den eingereichten Beiträgen kürt die dreiköpfige Jury sieben Siegertexte.

Ziel des Wettbewerbes ist es einerseits, das kreative Potential aufzuzeigen, welches in älteren Menschen steckt, andererseits steht hinter «Ü 70» ein Fördergedanke: Denn die Sieger/innen werden zu einer Schreibwoche nach St. Moritz eingeladen, wo sie ihre Arbeiten gemeinsam diskutieren und weiterentwickeln. Höhepunkt ist eine öffentliche Gruppenlesung im Hotel Laudinella unter dem programmatischen Titel: «Allerneuste Engadiner Literatur».

Anforderungen
  • Das Thema «Augenblick» kann formal völlig frei behandelt werden: Erzählung, Krimi, Betrachtung, Bericht, Gedicht, Mini-Drama usw.
  • Der eingereichte Text soll in deutscher Sprache (oder einem Dialekt) verfasst sein.
  • Maximale Zeichenzahl: 20’000 (inkl. Leerzeichen)
  • Der Text kann elektronisch (als PDF oder Word) oder physisch eingereicht werden.
  • Pro Person kann nur ein Text eingereicht werden.
  • Der Text darf bisher nicht veröffentlicht worden sein.
  • Bitte geben Sie Namen, Kontaktadresse und Geburtsdatum an. Wir freuen uns über weitere biographische Angaben, diese sind aber nicht Pflicht.
  • Der Text ist bis zum 31. Dezember 2018 um 23:59 einzureichen an:
    Ü70 Schreibwettbewerb
    c/o JULL – Junges Literaturlabor
    Bärengasse 20
    8001 Zürich
    oder: office@jull.ch
Preis
  • Die 7 Preisträger/innen werden zu einer professionell geführten Schreibwoche ins Hotel  Laudinella (St. Moritz) eingeladen. Ausserdem werden die Sieger/innen in Zürich und St. Moritz an je einer öffentlichen Lesungen präsentiert.
  • Die Schreibwoche und die beiden Lesungen finden im Spätherbst 2019 statt.
  • Die Preise können nicht bar ausbezahlt werden.
Über die Organisation

Veranstalter des Wettbewerbs ist der Zürcher Autor Richard Reich, der die Schreibwoche auch begleiten wird, in Zusammenarbeit mit dem Jungen Literaturlabor JULL und dem Hotel Laudinella (St. Moritz). Die Jury des Wettbewerbs besteht aus Beatrice Stoll (Germanistin, ehem. Leiterin Literaturhaus Zürich), Thomas Ehrsam (Germanist) und Richard Reich. Sponsor des Wettbewerbs ist die Stiftung Kreatives Alter, Zürich.

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180 mal „Blau“

In der Silvesternacht ist die Deadline des 13. Wettbewerbs Ü70 nun also abgelaufen. Es sind zu unserer Freude rund 180 Einsendungen eingetroffen – herzlichen Dank allerseits! Unserer Hoffnung gemäss sind unter den Texten zum Thema „Blau“ auch sehr viele Gedichte zu finden. Um dieser Textsorte bei der Beurteilung möglichst gerecht zu werden, wird die Jury heuer durch eine „gestandene“ Lyrikerin verstärkt.

Die Jury-Sitzung wird voraussichtlich im April stattfinden. Die Namen der Gewinner/innen sollten also Anfang Mai publik gemacht werden können, gleichzeitig mit dem neuen Thema.

Präsentation & Lesung der Gewinner/innen wird höchstwahrscheinlich wiederum im Rahmen des Festivals „Zürich liest“ (24. bis 28. Oktober 2018) terminiert; die St. Moritzer Schreibwoche mit Werkstattlesung fiele demzufolge auf die Zeit vom 27. Oktober bis 3. November.

Das alles natürlich noch ohne Gewähr. Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

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Ihr Name sei „Name“

„Als Name das Reine Victoria verliess um mit dem Hoteltaxi zum Bahnhof in St. Moritz gebracht zu werden, wunderte sie sich doch etwas über die Rechnung für ihren Aufenthalt, die sie soeben mit ihrer Kreditkarte beglichen hatte.
Später im Panoramawagen der Rhätischen Bahn studierte sie die Abrechnung genauer und sah, dass alles, was Peter bestellt hatte, nicht nur Cognac und Champagner, auf ihre Suite verbucht worden war. Name war sich bewusst, dass sie jetzt, nach der dritten Scheidung, ihre Ausgaben besser in den Griff bekommen musste. Das Haus am Zürichsee zu verkaufen, wäre dann eine Option, wenn sie mit Peter zusammenleben würde.
Name war nicht die Frau, die sich kleinlich über Abrechnungen beugte, zu Hause legte sie die Rechnung in die Kiste, zu all den anderen Quittungen, um die sich ihr Steuerberater zu kümmern hatte.“
Aus einer soeben im St. Moritzer Schreib-Trainingslager entstandenen Kurzgeschichte von Dorothee Plancherel. (Der Name der Hauptfigur, „Name“, ist Englisch auszusprechen.)