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180 mal „Blau“

In der Silvesternacht ist die Deadline des 13. Wettbewerbs Ü70 nun also abgelaufen. Es sind zu unserer Freude rund 180 Einsendungen eingetroffen – herzlichen Dank allerseits! Unserer Hoffnung gemäss sind unter den Texten zum Thema „Blau“ auch sehr viele Gedichte zu finden. Um dieser Textsorte bei der Beurteilung möglichst gerecht zu werden, wird die Jury heuer durch eine „gestandene“ Lyrikerin verstärkt.

Die Jury-Sitzung wird voraussichtlich im April stattfinden. Die Namen der Gewinner/innen sollten also Anfang Mai publik gemacht werden können, gleichzeitig mit dem neuen Thema.

Präsentation & Lesung der Gewinner/innen wird höchstwahrscheinlich wiederum im Rahmen des Festivals „Zürich liest“ (24. bis 28. Oktober 2018) terminiert; die St. Moritzer Schreibwoche mit Werkstattlesung fiele demzufolge auf die Zeit vom 27. Oktober bis 3. November.

Das alles natürlich noch ohne Gewähr. Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

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Ihr Name sei „Name“

„Als Name das Reine Victoria verliess um mit dem Hoteltaxi zum Bahnhof in St. Moritz gebracht zu werden, wunderte sie sich doch etwas über die Rechnung für ihren Aufenthalt, die sie soeben mit ihrer Kreditkarte beglichen hatte.
Später im Panoramawagen der Rhätischen Bahn studierte sie die Abrechnung genauer und sah, dass alles, was Peter bestellt hatte, nicht nur Cognac und Champagner, auf ihre Suite verbucht worden war. Name war sich bewusst, dass sie jetzt, nach der dritten Scheidung, ihre Ausgaben besser in den Griff bekommen musste. Das Haus am Zürichsee zu verkaufen, wäre dann eine Option, wenn sie mit Peter zusammenleben würde.
Name war nicht die Frau, die sich kleinlich über Abrechnungen beugte, zu Hause legte sie die Rechnung in die Kiste, zu all den anderen Quittungen, um die sich ihr Steuerberater zu kümmern hatte.“
Aus einer soeben im St. Moritzer Schreib-Trainingslager entstandenen Kurzgeschichte von Dorothee Plancherel. (Der Name der Hauptfigur, „Name“, ist Englisch auszusprechen.)